Landwirtschaftsschule Traunstein absolviert
Bayerns bester Landwirtschaftsmeister wurde geehrt

Spannende Momente erlebte im Februar 2026 ein junger Landwirt im Staatsministerium in München. Stefan Niederbuchner aus Chieming nahm dort die Dr. Hans-Eisenmann-Urkunde in Empfang. Sie gebührt dem bayernweit besten Landwirtschaftsmeister, dem aktuellen Top-Absolventen dieses Berufs. Niederbuchner ist Absolvent der Landwirtschaftsschule Traunstein.

„Ich bin Landwirt geworden, weil ich mit und in der Natur arbeiten wollte“, sagte Stefan Niederbuchner. Außerdem schätze er die Gestaltungsmöglichkeiten im eigenen Betrieb und die Verantwortung, so der junge Mann aus Chieming-Öd.

Wie wird man bester bayrischer Landwirtschaftsmeister?

Für seine Berufswahl hat sich Niederbuchner richtig ins Zeug gelegt. Nach seiner Erstausbildung im Bereich Maschinenbau nutzte er das Fortbildungsangebot der südostoberbayerischen Alm- und Landwirtschaftsakademie Traunstein (SOLA, siehe Infokasten unten), das ihm ermöglichte, trotz Berufstätigkeit und Verpflichtungen in Familie und eigenem landwirtschaftlichen Betrieb landwirtschaftliche Grundbildung zu erwerben und die Abschlussprüfung im Beruf Landwirt nachzuholen.

Nach dem Besuch der dreisemestrigen Landwirtschaftsschule in Traunstein legte er anschließend die landwirtschaftliche Meisterprüfung ab.

Die aktuelle Auszeichnung für seinen Abschluss erhielt der Landwirt von Nikolaus Gschwendtner aus Söchtenau, Landesvorsitzender des Verbands landwirtschaftlicher Meister und Ausbilder (VLM).

Den Rahmen bildete die Einladung von Ministerin Michaela Kaniber zum Austausch mit den besten Absolventen in den grünen Berufen in München. Dort waren neben Stefan Niederbuchner Seppi Wastlschmid aus Altenmarkt a. d. Alz und eine weitere Landwirtschaftsmeisterin eingeladen, da auch sie zu den besten 30 Absolventen gehören. Sie haben ebenfalls die Landwirtschaftsschule Traunstein besucht. „Insgesamt wurden aus unserem Abschlussjahrgang in Traunstein sechs Meister mit dem Meisterpreis ausgezeichnet“, weist der Ausgezeichnete auf die Leistung seiner Mitstudierenden und die hohe Qualität der Ausbildung am AELF Traunstein hin.

SOLA eröffnet Quereinsteigern Möglichkeiten
Bayerns bester Landwirtschaftsmeister absolvierte seine Berufsausbildung über die Südostbayerische Alm- und Landwirtschaftsakademie (SOLA) in Traunstein, da er davor einen nicht-landwirtschaftlichen Beruf gelernt hat. Die SOLA liefert Quereinsteigern einen großen Teil des fachlichen Rüstzeugs über geblockte BiLa-Termine (Bildungsprogramm Landwirt). Nach dem er die vorgeschriebene Mindestpraxiszeit nachweisen konnte, erfüllte er nach dem Berufsbildungsgesetz die Voraussetzungen, um an der Abschlussprüfung im Beruf Landwirt teilzunehmen. Diese Abschlussprüfung wiederum ist die Voraussetzung für den Besuch der landwirtschaftlichen Fachschule (Landwirtschaftsschule) und die spätere Zulassung zur Meisterprüfung.